Kategorie: Straßennamen

Pestalozzistraße

14.05.09 Permalink
Benannt nach Johann Heinrich Pestalozzi (* 12. Januar 1746 in Zürich; † 17. Februar 1827 in Brugg, Kanton Aargau) war ein Schweizer Pädagoge. Ausserdem machte er sich als Philanthrop, Schul- und Sozialreformer, Philosoph sowie Politiker einen Namen.

Pestalozzistraße
Die Pestalozzistraße in Richtung Müllerstraße gesehen

Fortsetzung:

Sein Ziel war es, „den Menschen zu stärken“ und ihn dahin zu bringen, „sich selbst helfen zu können“. Besonderes Augenmerk richtete er auf die Elementarbildung der Kinder, welche schon vor der Schule in der Familie beginnen sollte. Dabei kam es ihm darauf an, die intellektuellen, sittlich-religiösen und handwerklichen Kräfte der Kinder allseitig und harmonisch zu fördern. Heute würde man sagen, Pestalozzi vertrat einen ganzheitlichen Ansatz.

Sein literarischer Nachlass umfasst in der „Kritischen Ausgabe“ 45 Bände. Pestalozzi nahm die Ideen Rousseaus auf, entwickelte sie weiter, distanzierte sich aber auch teilweise von ihnen. Trotz seines leidenschaftlichen theoretischen Interesses am Menschen, an Gesellschaft und Staat wollte er primär praktisch tätig sein. So brach er sein Studium in Zürich (zunächst Theologie, dann Jurisprudenz) vorzeitig ab und begab sich in eine landwirtschaftliche Lehre (1767/1768).

Im September 1769 heiratete Pestalozzi in Gebenstorf Anna Schulthess, gegen den Willen ihrer Eltern. Ab etwa 1773/74 nahmen sie an die 40 Kinder auf ihr Landgut. Pestalozzi lehrte sie spinnen, weben und den "kleinen Landbau". Er verband die praktische Arbeit mit Schulunterricht und sittlich-religiöser Erziehung und hoffte, die Anstalt durch den Verkauf der Textilprodukte selbsttragend machen zu können. Dies misslang jedoch, weshalb er immer mehr in Schulden geriet und die Anstalt 1779 schliessen musste.

Ab 1780 und den folgenden knapp 20 Jahren widmete sich Pestalozzi vorwiegend der Schriftstellerei. Er wurde durch seinen Roman Lienhard und Gertrud (4 Bände 1781-1787) weltweit berühmt. Weitere Werke aus dieser Zeit: Die Abendstunde eines Einsiedlers (1780), Christoph und Else (1782), Gesetzgebung und Kindermord (1783), Ja oder Nein? (1793), Meine Nachforschungen über den Gang der Natur in der Entwicklung des Menschengeschlechts (1797), Fabeln (1797).

1792 erklärte ihn die französische Nationalversammlung als einzigen Schweizer zum französischen Ehrenbürger. In den Wirren der helvetischen Revolution (Einmarsch der Franzosen 1798) stellte sich Pestalozzi der neuen helvetischen Regierung zur Verfügung, einerseits durch publizistische Tätigkeit (Redaktor am 'Helvetischen Volksblatt'), andererseits durch die Führung eines Waisen- und Armenhauses in Stans (1799), wo er grundlegende pädagogische Erfahrungen machen konnte. Im folgenden Jahr gründete er sein berühmtes Erziehungsinstitut im Schloss Burgdorf (Burgdorf BE), wo er eine eigene Unterrichts- und Erziehungsmethode entwickelte und theoretisch begründete.

1804 verlegte er sein Institut nach Yverdon-les-Bains (Kanton Waadt); interne Streitigkeiten in der Lehrerschaft um seine Nachfolge führten das Institut in Yverdon in den Ruin. 1825 musste Pestalozzi auch diese Anstalt schliessen und zog sich zurück auf den Neuhof, wo er am 17. Februar 1827 81jährig starb.

Der Grundsatz von Pestalozzis Pädagogik ist, ein sicheres Fundament an Elementarbildung zu legen, das den Menschen befähigt, sich selbst zu helfen (dem ähnelt das Motto „Hilf mir, es selbst zu tun“ der späteren Montessoripädagogik). Bei der Vermittlung von Wissen und Fähigkeiten strebt Pestalozzis Pädagogik an, Kräfte zu entfalten, die bei den Schülern bereits natürlich angelegt sind. Die unvermeidliche Entwicklung dieser Kräfte wird dadurch in geordnete Bahnen gelenkt anstatt dem Zufall überlassen. Die Pädagogik vermittelt somit also zwischen Natur und Kultur, genauer zwischen der natürlichen Entwicklung des Kindes und den äußeren Regeln menschlichen Zusammenlebens und muss über beide Aspekte gut informiert sein.

Auf die Entwicklung im Säuglings- und Kleinkindalter bezogen, wird dieser Ansatz inzwischen durch die Existenz von Zeitfenstern der neuronalen Reifung unterstützt, etwa dem Laufenlernen im ersten oder dem Spracherwerb im zweiten bis dritten Lebensjahr. Daraus folgt, dass Pestalozzis Pädagogik bereits in der frühesten Kindheit von den Eltern umgesetzt werden kann, wofür Pestalozzi eigens unterstützende Lernmaterialien entwickelte.

Für die Unterstützung der natürlichen kindlichen Entwicklung berücksichtigt Pestalozzi die Dreiteilung in "Kopf, Herz und Hand", die jeweils für Intellekt, Sitte und praktische Fähigkeiten stehen. Im Bereich des Intellekts entwickelt seine Pädagogik aus den Elementarfächern Sprache, Gesang, Schreiben, Zeichnen und Rechnen schließlich abstraktes Urteilsvermögen. Bei der Sittlichkeit bilden elementare Gefühle von Liebe und Vertrauen die Basis für höhere Fertigkeiten wie Geduld und Gehorsam bis hin zur höchsten Stufe der religiösen Gottesverehrung.

Quelle: Wikipedia/Wst, Hubi u.a.

Baaderstraße

15.03.09 Permalink
Benannt nach Franz von Baader (1765 in München - 1841 ebenda), Arzt, Bergbauingenieur und Philosoph.

Franz von Baader gründete 1805 die Salin-Tafelglasfabrik im ostbayrischen Lambach (Ortsteil von Lam am „Gläsernen Steig“) – Franz-von-Baader Gedenkstein. Baader gelang die Entwicklung eines erfolgreichen Glasschmelzverfahrens mittels Glaubersalz anstatt Pottasche. Das Patent hierauf verkaufte er 1811 an die österreichische Regierung. 1808 wurde er ordentliches Mitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften.

Ebenfalls 1808 erhielt er den Zivildienstorden der Krone Bayerns, wodurch er in den Adelsstand erhoben wurde. Im Jahr 1815, nach dem Ende des Krieges gegen Napoleon, setzte Bader sich mit einer Schrift an die Siegermächte (Über das durch die französische Revolution herbeigeführte Bedürfnis einer neuen und innigen Verbindung der Religion mit der Politik) für ein einheitliches Reich aller Christen in Europa ein. In München veröffentlichte Baader 1835 eine Schrift über die Lage des Proletariats und zählt damit zu den Pionieren der Sozialreformatik.

Franz von Baaders spätere philosophische Schriften wurden allgemein geschätzt. Seine Theorien von einer einheitsstiftenden Weltseele haben insbesondere auf Schellings Naturphilosophie eingewirkt, der ihm anfangs sehr verbunden war. Im Alter entwickelte sich ein Streit zwischen beiden. Baader zählt zu den zentralen Personen der Münchener Romantik. So beteiligt er sich am Kreis um Joseph Görres, dem auch der Katholik Ignaz von Döllinger zeitweilig zugehört hat. Ab 1826 war Baader auch Honorarprofessor für Philosophie der neu gegründeten Universität München. Er hielt religionsphilosophische und erkenntnistheoretische Vorlesungen sowie über den Naturphilosophen Jacob Böhme.
(Quelle: Wikipedia/Ludwig Gruber)

Arndtstraße

15.03.09 Permalink
Benannt nach Ernst Moritz Arndt (* 26. Dezember 1769 in Groß Schoritz auf Rügen, damals Schwedisch-Pommern; † 29. Januar 1860 in Bonn); deutscher Schriftsteller und Abgeordneter der Frankfurter Nationalversammlung. Er widmete sich hauptsächlich der Mobilisierung gegen die Besatzung Deutschlands durch Napoleon. Er gilt als einer der bedeutendsten Lyriker der Epoche der Freiheitskriege. Arndt wird sehr unterschiedlich beurteilt: einerseits positiv als deutscher Patriot, andererseits negativ als Nationalist und Antisemit. Arndtstraße
Die Arndtstraße in Richtung Auenstraße

Ab Mai 1791 studierte er zunächst an der Universität Greifswald, die seit 1933 seinen Namen trägt, und später in Jena neben evangelischer Theologie, Geschichte, Erd- und Völkerkunde auch Sprachen und Naturwissenschaften. Nach der Kandidaten- und Hauslehrerzeit bei Ludwig Gotthard Kosegarten unternahm er 1798/99 eine Reise durch Österreich, Oberitalien, Frankreich, Belgien und einen Teil Norddeutschlands. Er schilderte seine Eindrücke in verschiedenen Reiseberichten.

Im April 1800 habilitierte sich Arndt in Greifswald in Geschichte und Philologie. Arndt wurde 1801 Privatdozent an der Universität. 1803 wurde Arndt nach dem Erscheinen seines Versuch einer Geschichte der Leibeigenschaft in Pommern und Rügen von adligen Gutsbesitzern verklagt. Der König von Schweden urteilte nach Lektüre des Buches zugunsten Arndts und hob 1806 die Leibeigenschaft und die Patrimonialgerichte in Schwedisch-Pommern auf. Im selben Jahr schrieb Arndt den ersten Teil seiner anti-napoleonischen Flugschrift Geist der Zeit. Er erhielt, nach einem Schweden-Aufenthalt 1803/1804, auf seinen Antrag vom November 1805 hin am 11. April 1806 eine außerordentliche Professur an der philosophischen Fakultät in Greifswald.

Er ging sodann nach Bonn, wo er 1818 Professor für Geschichte an der neu gegründeten Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität in Bonn wurde. 1819 wurden seine Papiere im Rahmen der sogenannten Demagogenverfolgungen in Folge der Karlsbader Beschlüsse wegen des vierten Bandes von Geist der Zeit und Privatäußerungen beschlagnahmt, er selbst am 10. November 1820 von seinem Lehramt suspendiert; im Februar wurde 1821 ein Verfahren wegen demagogischer Umtriebe gegen ihn eröffnet. Es endete ohne Ergebnis: Arndts Forderung einer Ehrenerklärung wurde nicht erfüllt, er selber aber auch nicht für schuldig erklärt; bei Weiterbezug seines Gehaltes wurde ihm die Erlaubnis entzogen an der Universität Vorlesungen zu halten. 1826 musste Arndt sein Professorenamt ganz niederlegen. Erst 1840 wurde er durch Friedrich Wilhelm IV. rehabilitiert.

1841 wurde Arndt Rektor der Bonner Universität und lehrte und publizierte bis zu seiner Emeritierung 1854.

Am 18. Mai 1848 zog Arndt als Abgeordneter für Solingen in die Frankfurter Nationalversammlung ein. Er war Mitglied der Kaiserdeputation und Alterspräsident. Am 20. Mai 1849 trat Arndt desillusioniert aus der Gagern'schen Partei in der Versammlung aus und widmete sich wieder dem akademischen Leben.

(Quelle: Wikipedia/Wst (nach "Meyer")

Jahnstraße

15.03.09 Permalink
Benannt nach dem „Turnvater“ Friedrich Ludwig Jahn (1778 bis1852). Jahn war der Initiator der deutschen Turnbewegung, die von Anfang an mit der frühen Nationalbewegung verknüpft war. Sie war entstanden u. a. mit der Zielsetzung, die Jugend auf den Kampf gegen die napoleonische Besetzung und für die Rettung Preußens vor dem Untergang vorzubereiten. Den ersten Turnplatz schuf er 1811 auf der Berliner Hasenheide. Sein politisch widersprüchliches Verhalten im Laufe seines Lebens (übersteigerter Nationalismus) bot Spielraum dafür, dass die späteren unterschiedlichen politischen Systeme in Deutschland sein Gedankengut in unterschiedlicher Weise bewerteten. Das Turnen (Geräte, Übungen) entwickelte sich weiter zur heutigen Sportart Geräteturnen.

Ohne das dafür erforderliche Abitur immatrikulierte er sich 1796 an der Universität Halle zum Theologiestudium und verbrachte sieben Jahre an verschiedenen Universitäten, darunter der Universität Greifswald, die er, wie schon die Gymnasien, wegen schlechter Führung und seines nie bestandenen Abiturs verlassen musste.

Jahn nahm eine Stelle als Hauslehrer an und befasste sich intensiv mit deutscher Sprache und Geschichte. Er trat in Halle für die Reinheit der deutschen Sprache ein und verfasste die Schrift Patriotismus in Preußen, daraufhin musste er Halle verlassen und ging nach Breslau. Häufig verbarg sich Jahn um 1800 in Halle in einer Höhle in einem Felsen an der Saale, heute als Jahn-Höhle bekannt.

Zwischen Juli 1801 bis Januar 1802 hielt er sich an der Frankfurter Universität Viadrina ohne Immatrikulation auf. Aus den ausgedehnte Wanderungen, die Jahn mit seinen Schülern unternahm, entwickelte sich schließlich regelmäßiges Turnen. Am 19. Juni 1811 wurde der erste deutsche Turnplatz auf der Hasenheide bei Berlin eröffnet, der mit Geräten nach dem Vorbild von GutsMuths ausgestattet wurde. Ebenso entstammten die Leibesübungen, die Jahn Turnen nannte, dem Vorbild GutsMuths, allerdings meinte Jahn mit Turnen die Gesamtheit aller Leibesübungen: Gerätübungen wurden weiterentwickelt und durch Spiele, Schwimmen, Fechten und Wandern ergänzt. Widmungen am Jahndenkmal in der Berliner Hasenheide Jahnstein an der Travemünder Allee zur Erinnerung an den ersten Sportplatz in Lübeck

Jahn entwickelte das Turnen weiter zur „patriotischen Erziehung zur Vorbereitung auf den Befreiungskrieg”. Er sah die Entwicklung des Turnens in engem Zusammenhang mit politischen Zielen: der Befreiung Deutschlands von Napoleonischer Herrschaft, der Idee eines künftigen deutschen Reiches unter preußischer Führung und der Teilnahme der einzelnen Staatsbürger am Wohl und Weh des Ganzen. Auch das Turnen ordnete er politischen Gesichtspunkten unter. Jahn wollte die Jugend für den Kampf gegen Frankreich trainieren.

In engem Bezug zum Turnwesen stand auch die Bewegung der Burschenschaften. Sie und die Turner verfolgten im Grunde die gleichen politischen Ziele. Allerdings gab es auch kleine Gruppierungen, die sich von diesen Zielsetzungen abhoben. Hier zeigte sich die Spaltung in eine demokratische und eine nationalliberale Richtung des deutschen Liberalismus an.

Am 18./19. Oktober 1817 fand auf Jahns Initiative als Höhepunkt der Turnbewegung in Deutschland (mit über 100 Turnplätzen alleine in Preußen) das Wartburgfest mit der ersten neuzeitlichen Bücherverbrennung im deutschsprachigen Raum statt. Jahn selbst stellte die Liste der Bücher zusammen, sein Schüler Hans Ferdinand Maßmann initiierte die Aktion. Dieser symbolträchtige Akt der Bücherverbrennung zog den Argwohn Metternichs auf sich, in der Folge kam es zur Berliner und Breslauer Turnfehde, worin Kritik gegen das Turnen oder gegen seine religiös-patriotische Richtung laut wurde.

1819 wurde im Zuge der „Demagogenverfolgung” dem Turner und Burschenschafter Jahn die Wiederaufnahme des Turnens auf der Hasenheide untersagt, da die Turnübungen im Rahmen des Unterrichts stattfanden und der Schulbehörde untergeordnet werden sollten. Die Ermordung des Schriftstellers August von Kotzebue durch den Studenten und Turner Karl Ludwig Sand löste letztendlich die Turnsperre aus.

Die Auswirkung der Karlsbader Beschlüsse trafen die Turnbewegung hart. Jahn wurde am 13. Juli 1819 verhaftet, die Burschenschaften verboten, Universitäten unter Staatsaufsicht gestellt und viele studentische Turner und Burschenschafter unter polizeiliche Aufsicht gestellt. Jahn verbrachte die nächsten fünf Jahre in Haft in Spandau, Küstrin, Berlin und Kolberg. Ein Turnverbot in ganz Preußen und anderen deutschen Staaten wurde erlassen.

1825 bis 1852 lebte er unter Polizeiaufsicht in Freyburg an der Unstrut (heute in Sachsen-Anhalt).

1840 erfolgte Jahns Amnestierung und vollkommene Rehabilitierung durch Friedrich Wilhelm IV., 1842 hob Friedrich Wilhelm IV. den Erlass seines Vaters auf und beendete damit offiziell die Turnsperre; Turnen wurde in Preußen zugelassen und Schulfach. 1848 wurde Jahn in die Frankfurter Nationalversammlung in der Paulskirche gewählt.

Fraunhoferstraße

14.03.09 Permalink
Benannt nach Joseph von Fraunhofer (* 6. März 1787 in Straubing; † 7. Juni 1826 in München), Optiker und Physiker. Er begründete am Anfang des 19. Jahrhunderts den wissenschaftlichen Fernrohrbau. Ein Objektivtyp, das Fraunhofer-Objektiv, wurde nach ihm benannt.
Seine hervorragendste Leistung besteht in der Verbindung von exakter wissenschaftlicher Arbeit und deren praktischer Anwendung für neue innovative Produkte. Mit dieser Denkweise wurde Joseph von Fraunhofer zum Vorbild und Namensgeber der heutigen Fraunhofer-Gesellschaft.

Fortsetzung:

Fraunhoferstraße
Die Fraunhoferstraße in Richtung Isar gesehen

Unabhängig von William Hyde Wollaston entdeckte Fraunhofer 1813 die nach ihm benannten Fraunhoferschen Linien im Sonnenspektrum. Er erfand 1814 das Spektroskop. Außerdem führte er als erster Experimente zur Beugung von Licht an optischen Gittern durch (Fraunhofersche Beugung). Seine Erkenntnisse auf diesen Gebieten nutzte Fraunhofer, um die Materialeigenschaften (Brechzahl) optischer Gläser mit einer wesentlich gesteigerten Genauigkeit zu messen. Mit diesem Wissen gelang es ihm, bessere Objektive zu fertigen, als es vor ihm möglich gewesen war.

Im Optischen Institut wurden von Fraunhofer aber nicht nur Linsen gefertigt, sondern auch komplette Fernrohre hergestellt, die auch eine Aufstellung (Montierung) umfassten. Seit Fraunhofer gibt es einen Montierungstyp, der als deutsche Montierung bekannt wurde. Bis heute wird der größte Teil kleiner und mittlerer Fernrohre und Teleskope auf einer deutschen Montierung aufgestellt.

1819 folgte Fraunhofer dem Institut nach München und wurde 1823 in die Bayerische Akademie der Wissenschaften aufgenommen und Professor des physikalischen Kabinetts der Akademie. Fraunhofer wurde 1824 Ritter des bayerischen Civilverdienstordens und damit in den Adelsstand erhoben. Ebenfalls in diesem Jahr wurde er zum Ehrenbürger der Stadt München ernannt.

Er starb 1826 an Lungentuberkulose. Sein Grab kann auf dem Alten Münchner Südfriedhof im Glockenbachviertel besichtigt werden.

(Quelle: Wikipedia/75.170.186.195.dial.bluewin.ch)

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