Kategorie: Blickpunkte

Frühlingserwachen....

29.03.12 Permalink
... der anderen, aber mittlerweile üblichen Art auf der Bank Klenze-/Westermühlstraße. Die diesjährige Premiere fand am Sonntag, 25. März 2012 statt.


Umwidmung

04.06.11 Permalink
von Karin Zick

Schon seit geraumer Zeit ist zu beobachten, daß die Bank Ecke Westermühl-/Klenzestraße eine Umwidmung erfährt: weg vom Ruheplatz, hin zur Mülldeponie. Wir wissen nicht, ob Anwohner des Viertels die Sitzgelegenheit zum privaten Mülleimer umfunktionieren oder Zuagroaste.



Die Antwort hierauf ist einerlei, denn die Spezies der soziophoben Zweihaxnschweine ist nicht endemisch, d.h. sie kommt nicht nur im Biotop Glockenbachviertel vor.

Fortsetzung:

Wie würden Vertreter dieser Spezies reagieren, wenn man sich bei ihnen einlädt, Pizza, Eis und sein Bier mitbringt, alles am Tisch des Gastgebers wegputzt und ihm anschließend die leeren Pizzakartons, Eisbecher und Bierflaschen auf den Wohnzimmerboden knallt?
Es scheint in der Natur des Menschen zu liegen: Wo es ihm bequem ist und es ums Rechthaben geht, ist er ein missionarischer Hygienefreak (Thema Hundehaufen). Aber sein eigener, im öffentlichen Raum hinterlassene Unrat ist etwas gaaanz anderes!
Und vielleicht ist es dieselbe Spezies Mensch, die sich fürchertlich darüber aufregt, daß die Stadt München immer mehr Freiräume zum wilden Grillen und Feste feiern (Isarauen) einschränkt. Zumindest die Partygeneration der Münchner (wobei diese ja keine echten Münchner sind), verwechseln das griabige "Lebn und lebn lassn" offenbar mit einer Umdeutung des ebenso altgewachsenen "Mir sann mir". Und münzen es um in ein "mir doch wurscht".
Schweine sind intelligente und sensible Tiere. Ihr Intelligenzgrad ist noch nicht restlos ausgelotet, dürfte aber erheblich über den der soziophoben Zweihaxnschweinen liegen.

Umwidmung Vol. 2

04.06.11 Permalink
von Karin Zick



Ein lauschiger Samstagabend. Die nötigen Moneten für einen Treff in der Kneipe: Mangelware. Sich Freunde in die eigenen vier Wände einladen: zu viel Arbeit und langweilig. Warum also nicht die Bank Ecke Westermühl-/Klenzestraße als freiluftige party location nutzen? Für ein paar Flaschen Bier, Pizza und Chips reicht die Kohle allemal!

Der Alkohol vernebelt die Sinne und hebt in höhere Sphären, in welcher die Beseitigung des eigenen Mülls als ernüchternder Akt ausgeblendet wird. Oder aber er gaukelt einem vor, daß man sich in einem Lokal befindet, in dem die Bedienung das Eine bringt und das Andere wieder mitnimmt. Und für die Verdauung von Pizza und Chips konzentriert der Körper alle Kraft auf die dafür nötigen inneren Organe. Hände und Arme sind da physiologisch einfach überfordert mit dem Wegtragen von Abfall.

Fortsetzung:

Immerhin ist zur ersten Umwidmung der Bank ein Fortschritt zu verzeichnen: Es wurden diesmal keine Bierflaschenscherben hinterlassen, die sich in Hundepfoten genauso schmerzhaft schneiden wie in nackte Kinderfüße oder dünne Schuhsohlen.

Der "öffentliche Raum": Er hat so etwas angenehm Abstraktes, das einen von persönlichem Betroffen- und Verantwortlich-Sein entschuldet. Zum Beispiel auch den Hundehalter, der seinen gefüllten, roten Hundekotbeutel auf der Bank abstellte: Wenn eh schon Müll herumliegt... ich muß ihn ja nicht wegmachen! Und nicht nur der aktuell betroffene Radhalter kennt das: Der Korb auf Rad-Gepäckträgern ist ein willkommener Abfallkorb für alle soziologischen Grottenolme. Wenn mir noch einmal jemand sagt, der Mensch sei ein soziales und Kulturwesen - dem schmier ich eine!