Kategorie: Leben & Wohnen

Umfrageaktion für Mietspiegel 2013

18.01.12 Permalink
Rathaus-Umschau; bearbeitet von Karin Zick

2013 wird ein neuer Mietspiegel für München erscheinen, der ebenso wie der Mietspiegel von 2011 energetische Aspekte der Wohnungen berücksichtigen soll. Dazu braucht die Stadt die Unterstützung der Münchner Mieterschaft sowie der Vermieterinnen und Vermieter Münchner Wohnungen.

Fortsetzung:

Den Auftrag für die Erstellung des Mietspiegels hat die Stadt an das Marktforschungsinstitut TNS Infratest vergeben. Die Umfrage beginnt in den nächsten Tagen und dauert voraussichtlich bis Ende Mai 2012. Hierzu werden insgesamt etwa 24.000 Haushalte kontaktiert.

Zuerst wird sich TNS Infratest mit den nach dem Zufallsprinzip ausgewählten Haushalten telefonisch in Verbindung setzen und überprüfen, ob die jeweilige Wohnung für den neuen Mietspiegel in Frage kommt. Danach wird ein Termin für ein persönliches Interview vereinbart. Bei ihrem persönlichen Besuch können die Interviewerinnen und Interviewer von TNS Infratest einen Mitarbeiterausweis vorlegen, den sich alle Befragten zusammen mit dem Personalausweis zeigen lassen sollten. Im Anschluß an die persönlichen Interviews erfolgt bezüglich energetischer Aspekte der jeweiligen Wohnung eine schriftliche Befragung der Vermieterinnen und Vermieter.

Die Teilnahme an der Befragung zum Mietspiegel für München ist freiwillig. Für einen guten, aussagekräftigen Mietspiegel ist es allerdings wichtig, daß möglichst viele Daten einfließen. Nur so kann der Mietspiegel die ortsübliche Miete differenziert wiedergeben. Die abgefragten Daten betreffen die Miete und alle Tatsachen, die Einfluß auf den Mietpreis haben, z.B. Wohnfläche oder Ausstattung der Wohnung. Die erhobenen Daten werden ausschließlich in anonymisierter Form verwendet.

Umwandlung nur unter erschwerten Bedingungen

28.12.11 Permalink
Quelle: Deutscher Mieterbund

Der Antrag der SPD-Landtagsfraktion, die Umwandlung von Mietwohnraum in Eigentumswohnraum in Erhaltungssatzungsgebieten unter einen kommunalen Genehmigungsvorbehalt zu stellen ("Umwandlungsverbot"), wurde am 14.12.2011 eine Absage erteilt.

Fortsetzung:

Alfred Poll, Landesvorsitzender des DMB kritisiert, daß der Bayerische Landtag durch die Ablehnung dieses wichtigen Antrags der Entmietung, Gentrifizierung und dem Aufbrechen gewachsener Bevölkerungsstrukturen Vorschub leiste. Er befürchtet weiterhin, daß zunehmend gerade in bereits engen Wohnungs- und Immobilienmärkten in Ballungsräumen Luxussanierungen an die Stelle ausgewogener Durchmischung in den Wohnquartieren mit entsprechender Verdrängung treten.

Ziel des SPD-Antrags war es, die angestammte Bevölkerungsstruktur gegen Profitmaximierung einzelner zu schützen und damit zu verhindern, daß seriöse Vermieter und Investoren durch Spekulanten vom Markt gedrängt werden. Ein solches „Umwandlungsverbot“ könnte dazu führen, dass die mit Umwandlungen oftmals einhergehenden Luxussanierungen abnehmen und damit auch verhindern, daß Mieter „über den Geldbeutel“ aus ihrer angestammten Wohnumgebung vertrieben werden.

Der DMB Landesverband Bayern e.V. fordert die Staatsregierung weiterhin dringend auf, Umwandlung unter den kommunalen Genehmigungsvorbehalt, wie er vom Bundesgesetzgeber in § 172 Abs. 1 Satz 4 BauGB vorgesehen ist, zu stellen.