Von einem, dem viele Lichter aufgehen
von Karin Zick
Haben Sie ihn auch schon mal in den Isarauen gesehen? Vielleicht mit einem kapitalen Baumstamm auf seiner Sackkarre oder einfach nur mit einem Bündel Treibholz unterm Arm. Wenn ja, wären Sie nicht der erste Spaziergänger, der den Holzsammler verwundert anspricht ob seiner Holzklauberei.
Nein, die Fundstücke enden nicht als Brennholz, sondern kommen irgendwann in ganz neuem Gewand bzw. Licht daher: Bei dem Holzsammler handelt es sich nämlich um Hans-Hendrik Adler, der nicht nur aus Treibholz ganz ungewöhnliche Leuchten kreiert.
An Material und Ideen besteht bei Hans-Hendrik Adler kein Mangel, aber der Energiespargedanke kommt ihm in die Quere: „Gewisse Arten von Leuchtobjekten kann ich nicht mehr machen, seit es überwiegend nur noch Energiesparlampen gibt. Und die Glühlampen, die noch zu haben sind, sind klar – da verlieren die Leuchtobjekte in ihrer Wirkung.“ Außerdem geben die Energiesparlampen bekanntermaßen ein unschönes und nicht gerade gesundes Licht und erweisen sich bei der Entsorgung alles andere als umweltverträglich.
Aber Hans-Hendrik Adler wäre kein Künstler, hätte er sich nicht den neuen Gegebenheiten angepaßt und sie in seine Leuchtobjekte integriert: LED-Lampen ersetzen die gute alte Glühbirne. Eine Reihe von grünen LEDs leuchtet zum Beispiel aus dem Spalt eines Astes hervor oder eine LED-Taschenlampe strahlt aus einem Stück Schwemmholz - und kommt ohne Kabelschnur und Steckdose aus. Die gesammelten Holzstücke behandelt Hans-Hendrik Adler beispielsweise mit Leinölfirnis oder ökologisch unbedenklichen Farben und verleiht ihnen zusammen mit den Lampen einen neuen Charakter.
Haben Sie ihn auch schon mal in den Isarauen gesehen? Vielleicht mit einem kapitalen Baumstamm auf seiner Sackkarre oder einfach nur mit einem Bündel Treibholz unterm Arm. Wenn ja, wären Sie nicht der erste Spaziergänger, der den Holzsammler verwundert anspricht ob seiner Holzklauberei. Nein, die Fundstücke enden nicht als Brennholz, sondern kommen irgendwann in ganz neuem Gewand bzw. Licht daher: Bei dem Holzsammler handelt es sich nämlich um Hans-Hendrik Adler, der nicht nur aus Treibholz ganz ungewöhnliche Leuchten kreiert.
Fortsetzung:
Geboren 1950 in Weißenfels (Kreis Halle/Saale), zog es den Leuchtkünstler 1974 nach München. Mit einer Schreinerlehre sowie Ausbildungen zum Kamera-Assistenten, Restaurateur und in Messebaugestaltung kann man ihn ohne Übertreibung als vielseitig kreativ bezeichnen. Seit 1981 residiert der Künstler in der Reichenbachstraße im Glockenbachviertel. Auf engstem Raum entstehen hier höchst ungewöhnliche und teils schräge Leuchtwerke mit ganz unterschiedlichen Gegenständen wie Jeans, Turnschuhen, Holzschlitten und Bauklammern. Von handlicher Größe zum Hinstellen oder an die Wand Montieren bis hin zu mannshohen Objekten. Dabei verbindet Adler nachhaltige Materialien mit neuester Lichttechnologie.
An Material und Ideen besteht bei Hans-Hendrik Adler kein Mangel, aber der Energiespargedanke kommt ihm in die Quere: „Gewisse Arten von Leuchtobjekten kann ich nicht mehr machen, seit es überwiegend nur noch Energiesparlampen gibt. Und die Glühlampen, die noch zu haben sind, sind klar – da verlieren die Leuchtobjekte in ihrer Wirkung.“ Außerdem geben die Energiesparlampen bekanntermaßen ein unschönes und nicht gerade gesundes Licht und erweisen sich bei der Entsorgung alles andere als umweltverträglich.Aber Hans-Hendrik Adler wäre kein Künstler, hätte er sich nicht den neuen Gegebenheiten angepaßt und sie in seine Leuchtobjekte integriert: LED-Lampen ersetzen die gute alte Glühbirne. Eine Reihe von grünen LEDs leuchtet zum Beispiel aus dem Spalt eines Astes hervor oder eine LED-Taschenlampe strahlt aus einem Stück Schwemmholz - und kommt ohne Kabelschnur und Steckdose aus. Die gesammelten Holzstücke behandelt Hans-Hendrik Adler beispielsweise mit Leinölfirnis oder ökologisch unbedenklichen Farben und verleiht ihnen zusammen mit den Lampen einen neuen Charakter.
Seiten: 1 · 2
