Aus einem adeligen Dackelnest: Billy

04.02.12 Permalink
Das Interview führte Ayka bei Billy im Büro

Ayka:
Erzählst Du am Anfang kurz ein bißchen was über Dich? Wo kommst Du her? Wie alt bist Du?

Billy:
Ich bin jetzt (Winter 2012; Anm.d.Red.) 12 Jahre alt und komme aus Anzing. Mein Rudelführer hat mich übers Internet gfundn, da war i grad mal vier Wochen alt.

Ayka (grinst):
Da kannst Du ja kaum größer gewesen sein als eine Ratte?

Billy (gespielt empört):
Es gibt Ratten, die bleiben es; und es gibt Ratten, aus denen wird ein richtig schicker Rauhhaardackel! (Beruhigt sich wieder). Jedenfalls: Mein Anblick hat meine Alphatiere gleich in den Bann gezogen. Sie wollten ja eigentlich einen größeren Hund, so bis Kniehöhe. Aber ich war es halt einfach.

Ayka:
Und Deine Herkunft? Adel und so? Der Name "Billy" klingt ja zunächst recht …nun ja, trivial.

Billy (hebt die Augenbrauen, dann in bestimmten Ton):
Aber hallo! Ich bin nicht in irgendeine herumliegende Pedegree-Dose geworfen worden, sondern in ein adeliges Dackelnest! Mein Geburtsname ist Carli von Feuchtengrund; mein Großvater war ein Weltmeister unter den Jagdhunden.

Ayka:
War das Deinem Herrchen und Frauchen wichtig?

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Von einem, dem viele Lichter aufgehen

07.06.11 Permalink
von Karin Zick

Haben Sie ihn auch schon mal in den Isarauen gesehen? Vielleicht mit einem kapitalen Baumstamm auf seiner Sackkarre oder einfach nur mit einem Bündel Treibholz unterm Arm. Wenn ja, wären Sie nicht der erste Spaziergänger, der den Holzsammler verwundert anspricht ob seiner Holzklauberei.
Nein, die Fundstücke enden nicht als Brennholz, sondern kommen irgendwann in ganz neuem Gewand bzw. Licht daher: Bei dem Holzsammler handelt es sich nämlich um Hans-Hendrik Adler, der nicht nur aus Treibholz ganz ungewöhnliche Leuchten kreiert.

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Wenn ich schlecht drauf bin, wird es auch nicht besser!

23.03.11 Permalink
von Karin Zick

23 Jahre Standlfrau auf dem Viktualienmarkt! Das bedeutet: 23 Jahre Enge am Stand, frieren und lange Arbeitszeiten ab früh morgens. 2006 überlegte Irene Kölbl, ob sie als altes Marktweib auf dem Viktualienmarkt bleibt oder noch mal die Kurve kriegt: "Ich bin im Glockenbachviertel gelandet; finde es sehr schön, habe einen Laden und kann die Türe zumachen, wenn es schneit. Und wenn die Sonne scheint, habe ich auch meine Ruhe. Ich muß nicht mehr frieren, mich dick anziehen. Hat alles Vorteile. Meine Kunden sagen, ich hätte mit meinem Laden einen kleinen Viktualienmarkt eröffnet".

Denn Irene Kölbl verkauft nicht nur Blumen, ihr gemütlicher Laden ist auch ein Kontaktpunkt für die Glockenbacher. Irene K. hört ihnen zu, gibt den einen oder anderen Rat und hilft ihren Kunden auch mit Tipps weiter: Egal, ob jemand einen Tabletänzer braucht oder Plexiglas, eine Schuhmacherin oder einen Polsterin: "Ich bin ein lebendes Branchenbuch".

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Janka aus der Klenzestraße

15.02.11 Permalink
Das Interview führte die Redakteurin von "Hundeleben" im März 2009 bei Janka zu Hause.

JankaAyka (sitzt auf dem Boden vor der Couch, auf der Janka lässig thront):
Find ich toll, daß Du Dich als erster Hund im Viertel vorstellst. Danke.

Janka (jovial):
Mach ich doch gerne. Als gebürtige Südländerin habe ich ja auch nicht das Verkniffene der Deutschen.

Ayka:
Da sprichst Du schon meine ersten Frage an: Woher kommst Du und wie lange lebst Du im Glockenbachviertel?

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Ayka von Castra-Regina

15.02.11 Permalink
Hi Leuts!

Mein Name ist Ayka von Castra Regina, meines Zeichens Deutsche Schäferhündin und eine richtige Landpomeranze. Die Herausgeberin des Glockenbach Kuriers holte mich im Sommer 2004 im zarten Alter von anderthalb Jahren aus der Weilheimer Gegend in die Großstadt. Was ein Kulturschock!
Aber bald gefiel mir das Stadtleben mit seinen vielen Gerüchen, Artgenossen, raschelnden Einkaufstüten mit verheißungsvollem Inhalt. Und die vielen netten, besonders älteren Damen im Viertel, die mich immer lieb begrüßen und mich teilweise goodie-mäßig verwöhnen. Zwar bestimmen die Zweibeiner die Geschicke der Welt, aber wir Vierbeiner haben in den vielen Jahrtausenden unseres Zusammenlebens mit dem Menschen einen Sonderstatus erworben, der uns autorisiert, unsere Sicht des Lebens kundzutun.

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