Was bleibt, ist der Wandel
von Karin Zick
Haidhausen hat ihn hinter sich, das Glockenbachviertel erlebt ihn seit einigen Jahren und im Westend hat er den Fuß in der Tür: Der Wandel vom gewachsenen Stadtviertel mit gemischter Bevölkerung hin zum In-Viertel für junge bis middle-aged Doppelverdiener.
Der Wandel vollzog sich auch im Glockenbachviertel zunächst scheinbar schleichend: hier eine Drogerie, da ein Schuster weg; hier ein griechischer Laden, dort ein Elektroladen geschlossen. Und als nächstes die Metzgerläden - bis auf einen. Dafür stetig neue Lokale und Kneipen, Innenarchitekten, Designer, Galerien. Wenn man auch keinen Schuster mehr findet, dafür kann man sich jetzt seine mittlerweile sündhaft teure Zweizimmerwohnung schick einrichten. Wie lange man sich die noch wird leisten können, fragen sich viele Alteingesessene und spätestens bei Eintritt ins Pensionsalter dürfte mancher überlegen, ob er nicht aus dem Viertel wegzieht: Er kann es sich schlicht nicht mehr leisten.
Die heutigen Gewinner, nämlich die eher jungen, gutverdienenden Zuzügler, könnten jedoch langfristig ebenfalls Verlierer sein. Denn die Vielfalt und Buntheit, das Miteinander von Jung und Alt, die lebendige Homoszene, dessenthalben sie ins Glockenbachviertel strömen, geht immer mehr verloren, je einseitiger die Bevölkerungsstruktur wird. Das ist nicht die Schuld der Zuzügler, vielleicht eher die der Kommune, die mit diversen Instrumentarien z.B. dem Mietwucher hätte Grenzen setzen können.
Wenn das Glockenbachviertel "durch" ist, kommen die Westendler dran - sie sind nicht zu beneiden.
Haidhausen hat ihn hinter sich, das Glockenbachviertel erlebt ihn seit einigen Jahren und im Westend hat er den Fuß in der Tür: Der Wandel vom gewachsenen Stadtviertel mit gemischter Bevölkerung hin zum In-Viertel für junge bis middle-aged Doppelverdiener.
Fortsetzung:
Der Wandel vollzog sich auch im Glockenbachviertel zunächst scheinbar schleichend: hier eine Drogerie, da ein Schuster weg; hier ein griechischer Laden, dort ein Elektroladen geschlossen. Und als nächstes die Metzgerläden - bis auf einen. Dafür stetig neue Lokale und Kneipen, Innenarchitekten, Designer, Galerien. Wenn man auch keinen Schuster mehr findet, dafür kann man sich jetzt seine mittlerweile sündhaft teure Zweizimmerwohnung schick einrichten. Wie lange man sich die noch wird leisten können, fragen sich viele Alteingesessene und spätestens bei Eintritt ins Pensionsalter dürfte mancher überlegen, ob er nicht aus dem Viertel wegzieht: Er kann es sich schlicht nicht mehr leisten.
Die heutigen Gewinner, nämlich die eher jungen, gutverdienenden Zuzügler, könnten jedoch langfristig ebenfalls Verlierer sein. Denn die Vielfalt und Buntheit, das Miteinander von Jung und Alt, die lebendige Homoszene, dessenthalben sie ins Glockenbachviertel strömen, geht immer mehr verloren, je einseitiger die Bevölkerungsstruktur wird. Das ist nicht die Schuld der Zuzügler, vielleicht eher die der Kommune, die mit diversen Instrumentarien z.B. dem Mietwucher hätte Grenzen setzen können.
Wenn das Glockenbachviertel "durch" ist, kommen die Westendler dran - sie sind nicht zu beneiden.

Hörvergnügen für Jung und Alt, für Bayern und Nicht-Bayern. Zum Beispiel "Viktualienmarkt Geschichten", "Zwicky, der Wolpertinger" - und erstmals auf CD: "Hatschipuh". >>
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