Kategorie: Vermischtes

Mächtig viel Theater im "Bachbett"

03.11.11 Permalink
von Karin Zick

Das Glockenbachviertel hat eine richtige Musikbühne? Hat es! Verborgen im Glockenbach-Medienhaus, früher Firma Zettler, in der Holzstraße 28. Seit Anfang 2011 betreibt Andrea Haubmann hier ihre Musik- und Kunstbühne „Bachbett“ mit bis zu 180 Plätzen. Die Dame hat hinreichend Erfahrung, unterhielt sie doch jahrelang das Giesinger Kulturcafé. Aus dieser Zeit kennt sie viele Künstler und so war zumindest eine wichtige Frage beim Neustart im Glockenbachviertel beantwortet: Woher die Künstler nehmen?

Wo früher in ca. acht Metern Tiefe der Westermühlbach durch den heutigen Bühnen- und Zuschauerraum floß und gewaltige Turbinen zur Stromerzeugung betrieb, füllen heute eher leisere und melodischere Töne das Untergeschoß.

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Stilleben des Chaos

27.04.11 Permalink
Gesehen in der Westermühlstraße. Der fahrende Abfalleimer gehört zu einer Schreinerei vom Land.


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ThemenGeschichtsPfade

22.09.10 Permalink
Erleben Sie auf themenbezogenen Rundgängen Münchner Stadtgeschichte - mit den ThemenGeschichtsPfaden des Kulturreferats.

Fortsetzung:

Sie erscheinen als handliche Publikationen im Taschenformat und laden zu Spaziergängen in der Stadt und zur Auseinandersetzung mit ihrer Historie ein. Vor Ort markieren kleine Tafeln die Stationen, die in den Heften beschrieben sind.

"Nationalsozialismus in München" oder "Die Geschichte der Lesben und Schwulen in München" sind zwei Beispiele der Themen. Die ThemenGeschichtsPfade stehen als PDF-Datei bei www.muenchen.de/tgp als PDF-Datei zum Download bereit. Als Publikation ist der ThemenGeschichtsPfad unter anderem kostenlos in der Stadtinformation im Rathaus und im Kulturreferat, Burgstraße 4, erhältlich.
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Isarplan bringt Schwalben nach München zurück

27.08.10 Permalink
Bestandsaufnahme des Landesbund für Vogelschutz belegt die Rückkehr der fliegenden Wetterboten in Münchner Hinterhöfen:

Jahrelang waren Mehlschwalben in der Münchner Innenstadt so gut wie verschwunden. Durch die starke Flächenversiegelung in der Stadt fanden sie kein Material zum Bauen oder Erneuern ihrer Nester mehr, auch Nahrung war knapp. Doch nun sind sie wieder da: In den an die Isar angrenzenden Bereichen der Isarvorstadt und Au hat der Landesbund für Vogelschutz im Rahmen seiner jährlichen Kartierung Gebäude bewohnender Vogelarten viele neu gebaute oder frisch ausgebesserte Schwalbennester entdeckt.
Grund für ihre Rückkehr der Mehlschwalben dürfte der„Isarplan“, ein Gemeinschaftsprojekt der Landeshauptstadt München und des Freistaats Bayern, sein. Seit Jahren wird die Isar mit viel Engagement abschnittsweise naturnah umgestaltet.

Fortsetzung:

Bei diesen massiven Bauarbeiten wurde das Unterste zuoberst gekehrt und somit stand jede Menge Baumaterial für Schwalbennester zur Verfügung – sozusagen vor der Haustüre. Denn die Mehlschwalben fackelten nicht lange und verbauten das Material an den in Isarnähe gelegenen Häusern.

Sie nutzten dazu meist die Unterkonstruktionen von Balkonen als Unterstützung für die kugeligen Lehmnester. Mancherorts entstand so ein geradezu ländlich anmutendes Bild von Schwalben-Flugverkehr in innerstädtischen Hinterhöfen.

Daniela Schaufuß, Projektleiterin des Isarplans im städtischen Baureferat Ingenieurbau freut sich über die Rückkehr der Schwalben in München: „Neben dem Hochwasserschutz ist die Renaturierung der Isar und damit die Schaffung neuer Lebensräume für Tiere und Pflanzen eines unserer Hauptziele. Ich bin immer wieder beeindruckt, wie schnell die neue Isar von der Natur erobert wird. Es ist fantastisch, dass jetzt auch die Schwalben die Isar für sich entdecken und profitieren."

Als Kulturfolger sind Schwalben nicht nur an die Nähe des Menschen gewöhnt, sie sind auch auf unseren Schutz angewiesen. Denn allzu oft kommt es zu Konflikten zwischen brütenden Schwalben und Mensch. Weil Fassade und Boden unter dem Nest nicht immer ganz sauber bleiben, werden Schwalben manchmal vergrämt, die Nester entfernt – obwohl diese, wie die Schwalben selbst, ganzjährig unter dem Schutz des Bundesnaturschutzgesetzes stehen.
Sicher sind Kotspritzer an der Fassade oder auf dem Balkon lästig; gesundheitsgefährdend sind sie jedoch nicht. Und betroffenen Bürgern hilft der LBV gerne, eine Lösung zu finden, um die Verschmutzung zu steuern. Ein Kotbrettchen zum Beispiel bewirkt schon viel“, sagt Sylvia Weber, Projektleiterin für Artenschutz an Gebäuden beim Landesbund für Vogelschutz in München, „immerhin handelt es sich bei den Mehlschwalben um einen Vogel der Vorwarnliste gefährdeter Arten.“

Der Landesbund für Vogelschutz hilft auch, wenn ein Nest im Laufe der Jahre brüchig wird oder gar einmal herunterfällt: Schwalbennisthilfen aus Naturfaserbeton kann man in der Klenzestr. 37 im Naturschutzzentrum des LBV (geöffnet von Montag bis Freitag von 13 bis 18 Uhr) kaufen. Dort und im Foyer des Planungsreferates in der Blumenstr. 19 bekommt man auch die kostenlose Informationsbroschüre „Gemeinsam unter einem Dach: Menschen und Schwalben.“ Darin enthalten ist neben vielen Tipps und Infos zu Mehl- und Rauchschwalbe auch ein Meldebogen.
Der Landesbund für Vogelschutz bittet auf diesem Weg die Münchner, Schwalbennester im Gebiet der Landeshauptstadt zu melden. So kann die Bestandssituation noch besser eingeschätzt werden. Durch langjährige Beobachtung wird sich dann zeigen, ob durch die Isarrenaturierung Mehlschwalben auch langfristig wieder einen Lebensraum in der Münchner Innenstadt finden.

Quelle: LBV
Fotos: Andreas Schulze und Anita Hatlapa

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Lesepaten in der Klenzeschule: ein Gewinn für beide Seiten

21.05.10 Permalink
von Karin Zick

Es waren einmal: die Klenzeschule, eine rührige Mutter, ein Chor und das ASZ in der Hans-Sachs-Straße. Aus diesen Zutaten entstand im Herbst 2009 die Idee der Lesepaten für die Klenzeschule. Die Begeisterung für dieses Projekt hält ungebrochen an; nach wie vor melden sich weit mehr Senioren als Lesepaten, als eingesetzt werden können.

Fortsetzung:

Derzeit sind drei Senioren und eine ehemalige Lehrerin der Schule für erste und zweite Klassen im Einsatz. Die Lesepaten arbeiten während der regulären Unterrichtsstunden mit den Kindern meist in einem extra Raum. Was mit den Schülern geübt werden soll, wird von der Lehrkraft vorgegeben, so Marie von Bülow, die eine zweite Klasse unterrichtet: "Das funktioniert meist nach dem Schneeballsystem: Ein Schüler geht zur Lesepatin, kommt zurück und der nächste Schüler ist an der Reihe". Oder aber die Lehrkraft wählt explizit Schüler aus, die in bestimmten Bereichen zusätzliche Übungseinheiten brauchen. Aber auch gute Schüler profitieren von den Lesepaten: "Sie können zeigen, was sie können und werden gefordert."

Die Lesepaten sind jeweils meist zwei Stunden an der Schule. "Früher war es eine Stunde, aber die Paten meinten, das sei zu wenig". Die Paten sind so engagiert, daß sie auch die halbstündige, große Pause in der Schule bleiben, um danach weiter mit den Kindern üben zu können.

"Den Kindern bringt die Arbeit mit den Lesepaten viel und sie machen es auch gerne." Denn die Steppkes bekommen die volle Aufmerksamkeit, was im Klassenverbund so natürlich nicht möglich ist. Marie von Bülow sieht noch einen weiteren, wichtigen Aspekt: Den Kontakt zwischen den Generationen. Die Kinder profitieren von der Einzelzuwendung der Senioren und diese wiederum sehen sich gebraucht und mitten im Leben.
Zwar bedeutet die Lesepatenschaft für die jeweilige Lehrkraft eine gewissen Mehraufwand durch die Vorbereitung der Übungen, aber "der Erfolg ist die Mehrarbeit auf jeden Fall wert", so Frau von Bülow.

Und welche Voraussetzungen sollten die Lesepaten mitbringen? Ein intaktes Gehör (die Kinder sprechen bisweilen recht leise), die Treppe in den zweiten Stock muß zu bewältigen sein - und natürlich einen Draht zu Kindern.

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