Stärkung der Isar als Naherholungsraum

06.12.11 Permalink

vom 9.10.2009 - Karin Zick

Stadtrat Thomas Hummel (Bayernpartei) stellte Anfang Oktober 2009 im Stadtrat den Antrag, die Isar als Naherholungsraum zu stärken. Hierzu soll es den Standlbesitzern an der Isar erlaubt werden, an ihren Standln Tische und Stühle aufzustellen und Speisen und Getränke auszuschenken. Im Zuge dessen werden alle Kioske auf Wunsch (und gegen Kostenbeteiligung der Inhaber) an das öffentliche Trinkwasser- und Abwassernetz angeschlossen werden. Die Lokalbaukommission wird außerdem aufgefordert, bei allen Entscheidungen künftig mit den Standlbesitzern möglichst einvernehmliche Lösungen zu finden.

Fortsetzung:

Die Isar ist laut Umfragen als Naherholungsgebiet bei den Münchnern überaus beliebt, um so mehr nach der millionenschweren Renaturierung im Rahmen des Isar-Plan. Die Bürger vermissen aber die Infrastruktur, wie sie jeder Badesee bietet, so Stadtrat Hummel.
Abgesehen von der erhöhten Akzeptanz der Isar und der Erhöhung der Lebensqualität sieht Stadtrat Hummel mit mehr gastronomischen Angeboten auch eine Entflechtung der Situation am Flaucher. Und gastronomische Angebote an Kiosken würden überdies die Müllproblematik entschärfen: Die Leute werfen ihren Müll am Kiosk weg und nicht in der Landschaft.

Ein erweiterter Gastronomiebetrieb machte es natürlich erforderlich, die Standl an das öffentliche Trinkwasser- und Abwassernetz anzuschließen, was derzeit nur bei wenigen Kiosken der Fall ist.

Außerdem stehen die Standlbesitzer mit der Lokalbaukommission auf Kriegsfuß. Laut Aussage vieler Kioskbetreiber suche die Lokalbaukommission gezielt nach Möglichkeiten zu Beanstandungen und Wünsche und Bitten der Betreiber würden ohne Begründung einfach abgelehnt. Das läßt sich im einzelnen nicht nachweisen, aber Stadtrat Hummel plädiert in seinem Antrag auf eine konziliantere Haltung der Lokalbaukommission.