Kategorie: Feuilleton

Isarplan bringt Schwalben nach München zurück

28.03.12 Permalink
vom 27.8.2011 - Meldung des LBV, bearbeitet von Karin Zick

Bestandsaufnahme des Landesbund für Vogelschutz belegt die Rückkehr der fliegenden Wetterboten in Münchner Hinterhöfen:

Jahrelang waren Mehlschwalben in der Münchner Innenstadt so gut wie verschwunden. Durch die starke Flächenversiegelung in der Stadt fanden sie kein Material zum Bauen oder Erneuern ihrer Nester mehr, auch Nahrung war knapp. Doch nun sind sie wieder da: In den an die Isar angrenzenden Bereichen der Isarvorstadt und Au hat der Landesbund für Vogelschutz im Rahmen seiner jährlichen Kartierung Gebäude bewohnender Vogelarten viele neu gebaute oder frisch ausgebesserte Schwalbennester entdeckt.
Grund für ihre Rückkehr der Mehlschwalben dürfte der„Isarplan“, ein Gemeinschaftsprojekt der Landeshauptstadt München und des Freistaats Bayern, sein. Seit Jahren wird die Isar mit viel Engagement abschnittsweise naturnah umgestaltet.

Fortsetzung:

Bei diesen massiven Bauarbeiten wurde das Unterste zuoberst gekehrt und somit stand jede Menge Baumaterial für Schwalbennester zur Verfügung – sozusagen vor der Haustüre. Denn die Mehlschwalben fackelten nicht lange und verbauten das Material an den in Isarnähe gelegenen Häusern.

Sie nutzten dazu meist die Unterkonstruktionen von Balkonen als Unterstützung für die kugeligen Lehmnester. Mancherorts entstand so ein geradezu ländlich anmutendes Bild von Schwalben-Flugverkehr in innerstädtischen Hinterhöfen.

Daniela Schaufuß, Projektleiterin des Isarplans im städtischen Baureferat Ingenieurbau freut sich über die Rückkehr der Schwalben in München: „Neben dem Hochwasserschutz ist die Renaturierung der Isar und damit die Schaffung neuer Lebensräume für Tiere und Pflanzen eines unserer Hauptziele. Ich bin immer wieder beeindruckt, wie schnell die neue Isar von der Natur erobert wird. Es ist fantastisch, dass jetzt auch die Schwalben die Isar für sich entdecken und profitieren."

Als Kulturfolger sind Schwalben nicht nur an die Nähe des Menschen gewöhnt, sie sind auch auf unseren Schutz angewiesen. Denn allzu oft kommt es zu Konflikten zwischen brütenden Schwalben und Mensch. Weil Fassade und Boden unter dem Nest nicht immer ganz sauber bleiben, werden Schwalben manchmal vergrämt, die Nester entfernt – obwohl diese, wie die Schwalben selbst, ganzjährig unter dem Schutz des Bundesnaturschutzgesetzes stehen.
Sicher sind Kotspritzer an der Fassade oder auf dem Balkon lästig; gesundheitsgefährdend sind sie jedoch nicht. Und betroffenen Bürgern hilft der LBV gerne, eine Lösung zu finden, um die Verschmutzung zu steuern. Ein Kotbrettchen zum Beispiel bewirkt schon viel“, sagt Sylvia Weber, Projektleiterin für Artenschutz an Gebäuden beim Landesbund für Vogelschutz in München, „immerhin handelt es sich bei den Mehlschwalben um einen Vogel der Vorwarnliste gefährdeter Arten.“

Der Landesbund für Vogelschutz hilft auch, wenn ein Nest im Laufe der Jahre brüchig wird oder gar einmal herunterfällt: Schwalbennisthilfen aus Naturfaserbeton kann man in der Klenzestr. 37 im Naturschutzzentrum des LBV (geöffnet von Montag bis Freitag von 13 bis 18 Uhr) kaufen. Dort und im Foyer des Planungsreferates in der Blumenstr. 19 bekommt man auch die kostenlose Informationsbroschüre „Gemeinsam unter einem Dach: Menschen und Schwalben.“ Darin enthalten ist neben vielen Tipps und Infos zu Mehl- und Rauchschwalbe auch ein Meldebogen.
Der Landesbund für Vogelschutz bittet auf diesem Weg die Münchner, Schwalbennester im Gebiet der Landeshauptstadt zu melden. So kann die Bestandssituation noch besser eingeschätzt werden. Durch langjährige Beobachtung wird sich dann zeigen, ob durch die Isarrenaturierung Mehlschwalben auch langfristig wieder einen Lebensraum in der Münchner Innenstadt finden.

Fotos: Andreas Schulze und Anita Hatlapa

Ludwig II. plus - Stadtrundgang und Theatervorstellung in den Kammerspielen

28.03.12 Permalink
vom 11.5.2011 - Pressemeldung Kulturreferat München, bearbeitet von Karin Zick

König Ludwig II. fasziniert selbst 125 Jahre nach seinem Tod (über dessen Ursache es nach wie vor Diskussionen gibt). Stattreisen München e.V. und die Münchner Kammerspiele haben sich zusammengetan und bieten "Kini"-Fans etwas Besonderes:

Fortsetzung:

Ein Rundgang auf den Spuren des „Kini“ durch München und eine anschließende Vorstellung in den Kammerspielen des Stücks "Ludwig II". Die Inszenierung basiert auf dem Drehbuch zu Viscontis Verfilmung aus dem Jahr 1972. Der belgische Regisseur Ivo van Hove inszenierte LUDWIG II. mit Jeroen Willems als Ludwig und Brigitte Hobmeier in der Rolle der Sisi.

Treffpunkt für den Rundgang ist jeweils die Kirche Sankt Michael, Neuhauser Straße.
Beginn der Führung: 15 Uhr (Dauer ca. 2 Stunden)

Die Theatervorstellung in den Kammerspielen beginnt um 19.30 Uhr.

Termine:
25. Juli

Das Kombiticket können Sie bestellen unter Kammerspiele

Neue Broschüre über Bienen und Wespen in München

18.11.11 Permalink
vom 27.10.2010 - von Karin Zick

Die neue Broschüre "Bienen und Wespen in München" ist soeben erschienen. Im Internationalen Jahr der Artenvielfalt , das heuer von den Vereinten Nationen ausgerufen wurde, gibt das Heft einen Überblick über die knapp 200 in der Landeshauptstadt München vorkommenden Bienenarten, informiert über deren Lebensweise und auch über die Nützlichkeit der Wespen. Die vom Bund Naturschutz erstellte und vom Referat für Gesundheit und Umwelt geförderte Broschüre ist nach Amphibien in München (2004), Libellen in München (2006), Wildtiere in München (2007) und Fische in München (2008) das fünfte Projekt der gemeinsamen Reihe.

Fortsetzung:

Die 38-seitige Broschüre zeigt Nahaufnahmen von Bienen und Wespen, erläutert Merkmale und Besonderheiten, etwa wie sie nisten und informiert, wo die jeweiligen Arten vorkommen. Beim Sammeln des Blütenstaubs bestäuben Bienen und Hummeln die Blütenpflanzen und sichern dadurch die Samen- und Fruchtbildung der Pflanzen. Bienen erfüllen eine bedeutende Schlüsselfunktion für unsere Nahrungspflanzen. Und auch Wespen sind als Insektenfresser nützlich und schützenswert.

Die Broschüre zeigt, wie jeder zum Schutz von Bienen und Wespen in der Stadt beitragen kann. Mehr als ein Drittel der in Bayern heimischen Bienenarten siedelt zwar auch heute noch im Stadtgebiet, dennoch sind bayernweit mehr als die Hälfte der Bienenarten gefährdet oder extrem selten, weitere 37 Arten sind ebenfalls bereits rückläufig. 55 der seit 1990 noch in München gefundenen Wildbienenarten sind in der Roten Liste geführt, teilte der BUND-Geschäftsführer mit. Davon seien 19 Arten in Bayern gefährdet, sechs stark gefährdet und drei Arten sogar vom Aussterben bedroht.

Die neue Broschüre "Bienen und Wespen in München" liegt kostenlos in der Stadt-Information im Rathaus (Marienplatz 8), im Referat für Gesundheit und Umwelt (Bayerstraße 28a, Foyer), und beim Bund Naturschutz (Pettenkoferstraße 10a) aus. Im Internet gibt es das Heft als pdf-Datei zum Herunterladen unter www.bn-muenchen.de im Bereich "Presse".

Quelle: Rathaus-Umschau
Fotos: www.flickr.com - blumenbiene und andreas.maitisch



Neubelegung von Ateliers im städtischen Atelierhaus Klenze-/Baumstraße

13.02.11 Permalink
vom 11.10.2010 - Quelle: Rathaus-Umschau

Für den Belegungszeitraum Juni 2011 bis Mai 2016 werden 24 Ateliers im städtischen Atelierhaus in der Klenzestraße 85 Rückgebäude/ Baumstraße 8b ausgeschrieben. Bildende Künstlerinnen und Künstler, die dort ab Sommer 2011 für maximal fünf Jahre Arbeitsräume anmieten möchten, können sich bis Montag, 24. Januar 2011, bewerben. Wer kann sich bewerben?

Fortsetzung:

Berücksichtigt werden vorzugsweise Bildende Künstlerinnen und Künstler am Anfang der Professionalität. Es können sich auch Kunstschaffende aus den Bereichen Architektur, Design, Medien- und Konzeptkunst und Musik um ein Atelier bewerben.

Das Städtische Atelierhaus Klenzestraße 85 Rückgebäude/Baumstraße 8b, eine ehemalige Strickwarenfabrik, liegt im Glockenbachviertel, im 2. Stadtbezirk. In diesem Gebäudekomplex sind insgesamt 34 Räume für eine kulturelle und soziale Nutzung eingerichtet, von denen 24 Räume vom Kulturreferat als Arbeitsateliers an Bildende Künstlerinnen und Künstler vermietet werden.
Die Künstlerateliers verteilen sich über alle vier Geschosse (Untergeschoss, Erdgeschoss, 1. und 2. Obergeschoss). Sie sind unterschiedlich dimensioniert mit Raumgrößen von 18 bis 127 Quadratmetern.

Die Ateliers werden jeweils für eine Nutzungsdauer von maximal fünf Jahren an Künstlerinnen und Künstler per Juryverfahren vergeben. Voraussichtlich werden die Arbeitsateliers ab 1. Juni 2011 zu beziehen sein.
Die Nettokaltmiete der Ateliers beträgt:

- 3,70 Euro/qm für die Räume im Souterrain/Ebene 0 (ausgenommen Atelier 0)
- 7,00 Euro/qm für die Räume im EG und 1. OG/Ebene 1 und Ebene 2
- 6,30 Euro/qm im 2. OG/Ebene 3 und Atelier 0 Souterrain

Bei Abschluß des Mietvertrags ist eine Kaution in Höhe von 800 Euro für alle Ateliers von einer Größe bis zu 50 Quadratmeter zu zahlen, 1.600 Euro für alle Ateliers mit einer Größe über 50 Quadratmeter.

Die Räume können im Rahmen der jährlichen Offenen Atelier-Tage besichtigt werden (heuer 12.11. bis 14.11.2010).

Interessierte Künstlerinnen und Künstler richten ihre Bewerbung bis spätestens 24. Januar 2011 (Poststempel) schriflich an das: Kulturreferat der Landeshauptstadt München, Abteilung 1, zu Händen Diana Ebster, Burgstraße 4, 80331 München..

Die Bewerbung enthält:
  • das vollständig ausgefüllte Antragsformular (Download auf: www.muenchen.de/kulturfoerderung)
  • eine künstlerische Vita (max. eine DIN A4-Seite) mit gegebenenfalls Angaben zu erhaltenen städtischen oder staatlichen Stipendien, Förderpreisen, Kunstpreisen, DAAD-Stipendien, öffentlichen Aufträgen, Ankäufen, Ausstellungstätigkeit, einschlägiger Verbandstätigkeit u.ä.
  • eine Arbeitsmappe im Format DIN A4, keinesfalls großformatig, mit aussagefähigen, datierten Werkbeispielen (digitale Datenträger können allenfalls zusätzlich zu analogen Bewerbungsdaten berücksichtigt

Alle eingehenden Bewerbungen werden der vom Stadtrat berufenen Jury für die Atelierförderung vorgelegt. Die endgültige Entscheidung trifft der Kulturausschuss des Stadtrats voraussichtlich in seiner Sitzung am 3. März 2011. Der Abschluß der Mietverträge mit den Künstlerinnen und Künstlern erfolgt durch das Kommunalreferat der Landeshauptstadt München rechtzeitig zum Einzugstermin.

Vuvuzelas beim Public Viewing der WM unter Vorbehalt erlaubt

12.07.10 Permalink
vom 16.6.2010 von Karin Zick (Quelle: Rathaus-Umschau)

Die Meinungen sind geteilt über die südafrikanischen Plastiktröten namens "Vuvuzelas". Die Südafrikaner verteidigen sie als traditionelles Stimmungsgerät ihrer Fußballfans. Den Zuschauern vor dem Fernseher dröhnen sie - alles überdeckend - wie das monotone Summen eines Hornissenschwarms im Ohr.

Fortsetzung:

Ein wenig stimmungstötend, denn die uns Europäern vertrauten Fangesänge, enttäuschte "Oooh" oder Anfeuerungschöre gehen im Vuvuzela-Einheitsbrummen unter. Ebenso wie die sangesfreudige Fan-Kapelle der Niederländer, die bei internationalen Fußballturnieren mit einem respektablen Opern-Repertoire Stimmung macht, geht unter.

Die Vuvuzelas tönen mit einer Lautstärke von 130 Dezibel und sind damit so laut wie ein Jumbojet kurz vor dem Start und lauter als eine Kreissäge und Mediziner warnen vor Gesundheitsschäden. Wie schaut es mit dem Gebrauch der Vuvuzelas bei den Public-Viewing-Events in München aus?

Sie sind derzeit noch nicht verboten, denn nach Einschätzung des Referats für Gesundheit und Umwelt haben sich die Fans mehrheitlich verantwortungsbewußt verhalten. Beim ersten Deutschlandspiel wurden 18.000 Besucher im Olympiastadion gezählt, von denen etwa 200 Besucherinnen und Besucher eine der Plastiktröten dabei hatte.
Das Referat war mit Schallpegelmessgeräten am letzten Wochenende bei verschiedenen Public-Viewing-Events unterwegs, um den Schallpegel zu messen; Vuvuzelas waren eher die Ausnahme.

Somit sieht das Referat für Gesundheit und Umwelt derzeit keinen Handlungsbedarf, Vuvuzelas bei Public-Viewing-Events zu unterbinden. Allerdings gilt dies weiterhin unter Vorbehalt und hängt von der weiteren Entwicklung der Geräuschkulisse ab. Das Referat für Gesundheit und Umwelt kann Vuvuzelas übrigens nicht generell verbieten, sondern nur die Auflagen bei Public-Viewing-Veranstaltungen ortsbezogen strenger regeln. So steht zu hoffen, daß die Appelle an die Rücksichtnahme der Fans gehört werden. Die Gefahr, durch Vuvuzelas Gehörschäden davonzutragen, ist groß. Keinesfalls sollten sie direkt auf das Ohr eines Mitmenschen gerichtet werden.

Ausschreibung: Kunst im öffentlichen Raum

02.07.10 Permalink
vom 18.5.2010 - Quelle: Rathaus-Umschau, aufbereitet von Karin Zick

Im Rahmen des vom Stadtrat am 16. Dezember 2009 beschlossenen Neukonzepts für die Freie Kunst im öffentlichen Raum fördert das Kulturreferat der Landeshauptstadt München jährlich Einzelprojekte bis zu 10.000 Euro mit einer Gesamtsumme von 50.000 Euro.
In der künstlerischen Umsetzung sollen dabei vorrangig temporäre und wenn möglich spartenübergreifende Kunstformen berücksichtigt werden, die den öffentlichen Raum als wichtiges Forum für zeitgenössischen kulturellen Dialog begreifen.

Fortsetzung:

Wichtiges Entscheidungskriterium zur Förderung ist neben der formal künstlerischen Qualität die Umsetzung eines gesellschaftspolitischen Themas auf einen spezifischen Standort innerhalb Münchens. Umfangreiche München-Kenntnisse werden daher vorausgesetzt.

Bewerben können sich Einzelkünstlerinnen und -künstler sowie Künstlergruppen.

Die schriftlichen Bewerbungen für die Einzelprojekte bis 10.000 Euro (brutto) sind mit Darstellung des Kunstkonzeptes und Finanzierungskalkulation bis

Mittwoch, 30. Juni, im Kulturreferat
Freie Kunst im öffentlichen Raum
Burgstraße 4, 80331 München,

einzureichen. Über die Anträge entscheidet die Verwaltung. Die ausführlichen Informationen zur Bewerbung sind auf der Internet-Seite des Kulturreferates unter www.muenchen.de/kulturreferat</a> unter "weitere Meldungen" einzuholen oder per E-Mail:

erwin.hartel@muenchen.de
kerstin.moeller@muenchen.de erhältlich.

Jahresversammlung des Landesbundes für Vogelschutz (Klenzestraße)

11.06.10 Permalink
vom 17.10.2009 von Heide-Marie Emmermann

Am Montag, den 12. Oktober 2009, fand im Löwenbräukeller am Stiglmaierplatz die Jahresversammlung des LBV, Kreisgruppe München, Stadt und Land, statt.

Der speziell für den LBV reservierte Raum war bis auf den letzten Platz besetzt; gut 80 Personen waren anwesend.

Fortsetzung:

Die 1. Vorsitzende, Frau Dr. Irene Frey-Mann, führte routiniert durch die Sitzung. Zuerst wurden die Aktionen des LBV im vergangenen Geschäftsjahr aufgeführt. Das sind derart viele, daß man sich das gar nicht alles merken kann.

Angefangen von der Öffentlichkeitsarbeit, über Organisation von Spendensammlungen, Vogelzählungen, die Arbeit der Arbeitskreise, Umweltberatung, Arbeit an den Schulen, bis hin zu den Kontakten mit den Behörden. Hinter jeder einzelnen Aktion steckt viel Mühe und ein großes Engagement und ist in ihrer Komplexität nur zu erahnen.
Nehmen wir als Beispiel den Arbeitskreis „Biotop-Pflege“: Das sind Grünflächen und Grünanlagen in und um München herum, die, so klein sie auch sein mögen, schützenswert sind. Denn dort haben wir für die Stadt nicht nur eine grüne Lunge, sondern die dort befindlichen Lebewesen tragen zum Erhalt dessen bei, was unter „Leben“ zu verstehen ist: Vielfalt und Komplexität. Da gibt es schützenswerte Pflanzen genauso wie Schmetterlinge und Vögel. Übernimmt man die Patenschaft für ein Biotop, und es gibt noch genügend bisher nicht geschützte davon, so geht es darum, das Gebiet zu beobachten, die dortigen Lebewesen zu zählen und ein Gutachten zu erstellen. Nur so bekommt das Gebiet dann eine „politische Stimme“ ! In München pflegt der LBV inzwischen ca. 45 Hektar Biotopfläche. Das Ganze wird koordiniert von Frau Christine Harzer in der Geschäftsstelle in der Klenzestraße Ein anderer Arbeitskreis nennt sich „Artenschutz an Gebäuden.“ Hier geht es um Mauersegler, Fledermäuse, Spatzen. Durch Renovierungen und Sanierungen verlieren immer mehr dieser wunderbaren Tiere ihre Nistplätze und damit ihren Lebensraum. Wer liebt nicht das Leben und hebt an lauen Sommerabenden nicht gern den Kopf, um sich an den pfeilschnellen Flugkünsten der Mauersegler zu erfreuen? Oder die geheimnisvollen Fledermäuse zu beobachten? Und wo sind unsere Spatzen geblieben? Kulturfolger sind sie. Ja. Nur – unsere reinlichen „Dreckspatzen“ brauchen Pfützen und Sandbäder, um sich zu reinigen, sich wohl zu fühlen. Unmerklich sind sie fast verschwunden, unsere Böden sind versiegelt. Sie können nicht mehr baden. Nicht im Wasser, nicht im Sand. Sodaß der LBV auch hier ein Rettungsprogramm gestartet hat. Sie alle haben keine politische Stimme, sie brauchen die unsrige, um zu überleben! Und dann können wir auch die ihrige hören. Auch in diesem Arbeitskreis wird hart gearbeitet: Bei jedem Bauvorhaben sollte vorher untersucht werden, ob es dort Gebäudebrüter gibt, die umgesiedelt werden müssen. Mühevolle Aufklärungsarbeit ist das. Aber: Architekten, Bauherren und Behörden werden allmählich sensibilisiert. Glückwunsch! Hier heißt die Projektleiterin Frau Sylvia Weber. Dies sind nur zwei von vielen vielen Aktionen. Wie finanziert sich das alles? Die Kreisgruppe München des LBV hat 5.187 Mitglieder. Nur die Beiträge reichen dazu bei weitem nicht aus. Es gibt Straßensammlungen. Auch die müssen organisiert werden. So haben die jährlichen Sammlungen im vergangenen Geschäftsjahr denn ca. € 26.500 eingebracht. Hiervon hat allein die Klasse 6c vom Ernst Mach Gymnasium in Haar mit einer großen Summe beigetragen. Zusammen mit Spenden konnte der LBV im letzten Jahr mit einem Etat von € 400.000 arbeiten. Wenn man bedenkt, wieviele Arbeitskreise Aufklärungsarbeit und Aktionen in München-Stadt und München-Land mit diesen Etat auskommen müssen, relativiert sich dieser auf den ersten Blick hoch erscheinende Betrag.
Denn ohne ehrenamtliche Helfer und deren kompetentes Engagement wären die Aktivitäten des LBV z.B. in Sachen Artenschutz und Biotop-Pflege gar nicht machbar. Abgesehen davon ist die Arbeit des LBV an sich mit nicht unerheblichen Ausgaben verbunden: ständige Präsenz im Büro und damit Festangestellte müssen bezahlt werden; Outdoor-Projekte mit Anmietung von Maschinen und Arbeitsmaterial; um nur zwei Ausgabenposten beispielhaft zu nennen.

Nach dem Vortrag des Schatzmeisters und der Kassenprüferin wurde der Vorstand entlastet. Delegierte wurden gewählt.
Und dann ging es an die Ehrung langjähriger Mitglieder; mit einer Urkunde und einer Nadel. Mehrere ältere Damen und Herren sind seit 40 Jahren dem LBV treu! 30 Jahre, 20 und 10. Eine große Ehrenrunde. Bescheiden fast alle. Verlegen fast. Diese Menschen tun! Diese Menschen handeln! Respekt!

Sanierungskrimi in der Baaderstraße 50

11.01.10 Permalink
von Karin Zick - 28.7.2009

Unser Redakteur Stefan Vogel erlebt derzeit als Mieter im Anwesen Baaderstraße 50 einen Sanierungskrimi, der das schnarchzapfige, weichgespülte Abendprogramm der öffentlich-rechtlichen Fernsehsender ungemein bereichern könnte.

In dem Anwesen wird die Fassade von der Firma Ritschel-Bau umfassend renoviert, unter Beseitigung der derzeitigen Balkone. Die im folgenden geschilderten Vorkommnisse im Verlauf der Sanierungsarbeiten könnten als Realsatire durchgehen, sind aber nicht frei erfunden, sondern erschütternde Tatsache:

Fortsetzung:

Montag 21.9.2009:
Bei Frau Wolf, einer 87-jährigen Dame wird der Balkon abgetrennt, ohne daß eine unterschriebene Modernisierungszustimmung vorliegt. Die Verhandlungen hierzu laufen zwar, sind aber noch nicht abgeschlossen. Termin zum Abriss sollte eigentlich Mittwoch, der 23.9. sein mit Beistand der Tochter von Frau Wolf. Letztere wurde an dem Montag vor vollendete Tatsachen gestellt und konnte ihre Tochter telefonisch nicht verständigen, da sie fast blind und schwerhörig ist.

Nach dem Abtrennen des Balkones wurde die verschmutzte Fensterfront von außen mit einem Gartenschlauch abgespritzt. Das ganze Wasser samt Dreck drang durch die 50 Jahre alten und undichten Holzfenster in die Wohnung von Frau Wolf ein. Bauarbeiter halfen halbscharig beim Saubermachen des Teppichs.

Dienstag 22.9.2009:
Am nächsten Tag genau das Gleiche noch einmal bei der schwer behinderten 88-jährigen Frau Oszkowski, die seit einer Beinamputation an den Rollstuhl gefesselt ist. Trotz des bekannten Malheurs vom Vortag wird wieder mit dem Wasserschlauch gespritzt und ebenfalls das Wohnzimmer geflutet! Nachdem Frau Oszkowski verzweifelt an die Scheiben klopft, um sich bemerkbar zu machen, wird die "Reinigungsaktion" abgebrochen. Die verschmierte, 2,20 x 3,50 m große Fensterfront sieht aus als sei eine Mure abgegangen. Frau Oszkowski ruft einen Nachbarn an; Frau Oszkowski ist derart aufgeregt, daß der Nachbar den Notarzt ruft und die Polizei informiert.
Die Polizei fühlte sich nicht zuständig und wollte nicht kommen. Dann ging der Nachbar zu den Bauarbeitern und dem Baustellenleiter und pfiff sie zusammen. Leider ohne besonderen Erfolg, denn zwei Stunden später wurde unglaublicherweise die Balkonfensterfront von Frau Oszkowski noch einmal mit dem Gartenschlauch abgespritzt!

Bei beiden Damen wurden die Fensterfronten vor dem Balkonabriss so verriegelt, dass das Öffnen und damit Lüften nicht mehr möglich war. Dieser Zustand soll bis ca. Ende Oktober so bleiben – dann sollen angeblich die neuen Balkone kommen.

Bei dem Abriß der Balkone wurde das Auto einer Mitbewohnerin beschädigt. Nachdem 1 - 3 mm große Steinchen auf das Auto gefallen sind, haben die Bauarbeiter es mit einer Plane abgedeckt, diese jedoch nicht befestigt. Folge: Bei jedem Luftzug scheuerte der Baustaub auf dem Lack, wordurch ein Schaden von ca. 1.000 Euro entstand. Die herbeigerufene Polizei nahm den Schaden auf, es kam zu einer Einigung und der Schaden wird nun voll bezahlt.




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Kinderkleider-Flohmarkt am 24.10.2009

24.10.09 Permalink
von Karin Zick - veröffentlicht am 6.4.2009

Es ist mittlerweile der größte Kinderkleiderflohmarkt Münchens - auf 1500 qm und 4 Etagen werden 85 Aussteller vertreten sein.
Der nächste Flohmarkt findet am 24. Oktober 2009, 10-12.30 Uhr statt. Anmeldungen sind nicht mehr möglich - alle Standplätze waren in kürzester Zeit ausgebucht.

Der Flohmarkt findet statt:
Winterspielplatz der Ev.-Freik. Gemeinde München e. V.
im Bund Ev.-Freik. Gemeinden in D. K.d.ö.R.
Holzstraße 9
80469 München
Telefon: +49 89 444 99 720

E-Mail: info@winterspielplatz-muenchen.de

Weitere Informationen zum Ablauf des Flohmarkts und zum Winterspielplatz allgemein finden Sie auf der Webseite des Veranstalters: www.winterspielplatz-muenchen.de

werkschauen im Glockenbach am 17./18.10.2009

20.10.09 Permalink
von Karin Zick

Am Wochenende 17./18. Oktober 2009 findet "werk schauen im Glockenbachviertel" statt. 37 Ateliers mit über 70 Künstlern zeigen eine Auswahl ihrer Werke und ihres Handwerks.

werk schauen gibt einen Überblick über die kreative Vielfalt im Glockenbachviertel:

Bei geführten Atelierrundgängen kann man mit Esther Weigand auf zwei verschiedenen Touren die Werkstätten und Ateliers im Norden und Süden des Glockenbachviertels erkunden. Viele noch unbekannte, teils versteckt in Kellerräumen oder alten Hinterhöfen gibt es echte Highlights zu entdecken.

Treffpunkt für die Tour Nord ist vor dem Gärtnerplatztheater (Samstag 17.10. um 15.00 Uhr und Sonntag 18.10. um 16 Uhr).

Die Tour Süd beginnt am Brunnen am Röcklplatz (Samstag 17.10. um 18.00 Uhr und Sonntag 18.10. um 13.00 Uhr. Die Touren dauern ca. zwei Stunden und kosten 8 Euro pro Person. Da nur maximal 18 Personen an einer Tour teilnehmen können, sollten Sie rechtzeitig bei Frau Weigand reservieren.

Wem die Wege zu Fuß zu lang sind, kann bequem in einer Rikscha auf Erkundungsfahrt gehen. Sie fahren auf folgenden Strecken:

Strecke Süd: Kreuzung Geyer-/Baldestraße bis Kreuzung Ehrengut-/Dreimühlenstraße.
Strecke Nord: Kreuzung Westermühl-/Klenzestraße bis Kreuzung Klenze-/Rumfordstraße.

Die Rikschas fahren am Samstag von 13.00 bis 19.00 Uhr und am Sonntag von 13.00 bis 17.00 Uhr.

Weitere Infos und die Veranstaltungstermine in den Ateliers und Werkstätten finden Sie auf der Webseite von werk schauen.