Bayernpartei möchte bairischsprachige Kindergartengruppen

28.03.12 Permalink
vom 11.11.2010 - Quelle: Rathaus-Umschau

Stadtrat Richard Progl von der Bayernpartei stellte den Antrag, bairischsprachige Kindergartengruppen einführen. Zunächst sollen versuchsweise mindestens fünf Kindergartengruppen eingerichtet werden, in denen jeweils eine Erzieherin mit den Kindern konsequent bairisch spricht. Nach einem Jahr werden die Ergebnisse ausgewertet. Sofern keine gewichtigen Gründe dagegen sprechen, soll das Modell entsprechend ausgeweitet werden.

Fortsetzung:

Über die Auswertung und die weiteren Pläne soll dem Stadtrat Bericht erstattet werden; der Anteil der bairisch sprechenden Kinder und Jugendlichen soll künftig im Münchner Bildungsbericht verzeichnet sein.

Stadtrat Progl begründet seinen Antrag damit, daß z.B. in einem Starnberger sowie in einem Denkendorfer Kindergarten die bairische Sprache seit einiger Zeit konsequent gepflegt werde. Eine der Betreuerinnen der Gruppe spricht grundsätzlich nur bairisch, ihr Kollege dafür schriftdeutsch. Dadurch bekommen die Kinder ein Gefühl dafür, daß die Regionalsprache etwas Normales ist und gepflegt werden sollte. Zudem hilft diese Form früher Mehrsprachigkeit dem späteren Erlernen von Fremdsprachen.

In den Kindergärten wird meist nur noch Hochdeutsch gesprochen. Wird dies von den Betreuern auch noch so vorgegeben, werden auch Kinder, die zuhause mit der Mundart aufwachsen, diese nicht mehr pflegen. Die bairische Mundart spielt in München nur noch eine marginale Rolle, deshalb solle sich die Stadt München dem anschließen. Progl wird mit dem Starnberger Kindergarten Kontakt aufnehmen, um pädagogische und organisatorische Anregungen zu erhalten.